Ereignisreiches Jahr bei der Feuerwehr Aiterhofen

Einweihung V-Lkw – Umstellung auf Digitale Alarmierung

 

Aiterhofen. (kw) Nach einem Gottesdienst in Gedenken an die verstorbenen Mitglieder fand am Dreikönigstag die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Aiterhofen im Gasthaus Karpfinger statt. Neben dem Rückblick auf ein aktives Einsatz- und Vereinsjahr, standen insbesondere die Ehrungen des Freistaats Bayern für 25 und 40 Jahre Feuerwehrdienst im Vordergrund.

 

Vorstand Franz Miethaner begrüßte zunächst neben zahlreichen Mitgliedern und Ehrengästen Bürgermeister Adalbert Hösl, die stellvertretende Landrätin Barbara Unger, Alt-Bürgermeister Manfred Krä sowie die Führungsspitze der Landkreisfeuerwehr mit KBR Markus Weber und KBI Markus Huber.

 

Tatkräftige Mitwirkung am Vereinsleben

In seinem Bericht über das vergangene Vereinsjahr konnte Miethaner auf zahlreiche Aktivitäten zurückblicken. Das Highlight stellte dabei das Feuerwehrfest mit Einweihung des neuen Versorger-Lkws dar. Den Auftakt bot zunächst ein Lebendkickerturnier der KLJB Aiterhofen, welches man abends stimmungsvoll mit Musik und Barbetrieb ausklingen ließ. Am darauffolgenden Tag wurde in einem feierlichen Gottesdienst das neue Fahrzeug unter den Segen Gottes gestellt. Mit einer anschließenden THL-Schauübung war für die Besucher einiges geboten. Zu diesem Anlass war auch eine Abordnung der Partnergemeinde aus Iselsberg-Stronach in Osttirol angereist, welche man bereits Anfang des Jahres bei einem Gegenbesuch eingeladen hatte. Besonders freute sich Miethaner über die Auszeichnung mit dem RESCU-Preis, welchen man gemeinsam mit anderen Rettungskräften für die Befreiung einer eingeklemmten Person aus einem Kartoffelroder erhielt. Neben alldem organisierte man erneut den überaus beliebten Faschingsball im Januar. Aber auch der Besuch zahlreicher kirchlicher, gemeindlicher und vereinsübergreifender Veranstaltungen sowie der Besuch von sechs Gründungsfesten kam im Jahr 2025 nicht zu kurz.

 

Seinen Rückblick schloss Vorstand Miethaner mit einer Übersicht der aktuellen Mitgliederzahl. Derzeit umfasst die Feuerwehr Aiterhofen insgesamt 269 Mitglieder, wovon 63 Feuerwehrler im aktiven Dienst stehen. Daneben gehören der Jugendfeuerwehr 16 und der Kinderfeuerwehr 34 Mitglieder an, der Rest sind passive, fördernde sowie Ehrenmitglieder.

 

Große Motivationsbereitschaft im Nachwuchsbereich

Erster Kommandant Bernhard Wörtz stellte in seinem Bericht das Einsatzspektrum des vergangenen Jahres vor, welches von Brandeinsätzen mit Atemschutzpotential über Technische Hilfeleistung bis hin zu einem ABC-Einsatz reichte. Insgesamt wurde die Wehr im Jahr 2025 zu 22 Einsätzen mit 321 Einsatzstunden alarmiert. Wörtz freute sich besonders über die Einsatzbereitschaft seiner Kräfte, welche sich durch die volle Auslastung der Fahrzeuge in den Einsätzen zeigte. Um auf diese bestens vorbereitet zu sein, absolvierten die Kameradinnen und Kameraden zahlreiche Lehrgänge und verschiedenste Einsatzübungen. In Gemeinschaftsübungen mit der FF Straubing – Löschzug Ittling sowie den vier Gemeindefeuerwehren wurde auch die wehrübergreifende Zusammenarbeit gestärkt.

Im Bereich des Atemschutzes durfte Wörtz vier neuen Atemschutzgeräteträgern gratulieren. Zur Vorbereitung auf diese anspruchsvolle Aufgabe legte man das Leistungsabzeichen für den Löscheinsatz erstmals in der Atemschutz-Variante ab.

 

Als Leiterin der Kinderfeuerwehr stellte Edith Wörtz die zehn Treffen der „Little Firefighters“ vor. Durch das abwechslungsreiche Programm, welches von einem Besuch bei der Feuerwehr Straubing, einem Escape-Room im Gerätehaus bis hin zu einer Hydrantenrallye reichte, wurden den 34 Mädchen und Jungen spielerisch die verschiedenen Aufgaben der Feuerwehr nähergebracht. Erstmals nahmen elf Kinder erfolgreich am Kinderflämmchen in der Stufe 1 teil.

Der Bericht von Jugendwart Sebastian Krinner zeigte, dass bei der Jugendfeuerwehr erfolgreich an diese Nachwuchsarbeit angeknüpft wird. Im Jahr 2025 absolvierten acht Nachwuchskräfte die MTA Basis Ausbildung, vier weitere konnten mit der Abschluss-Prüfung die Ausbildung erfolgreich beenden. Eine weitere Gruppe nahm zudem am diesjährigen Wissenstest in Salching zum Thema „Verhalten in Notfällen“ teil. Obwohl die Jugendkräfte mit zahlreichen Terminen gefordert wurden, hätten sich die Jugendlichen eine erneute 24-Stunden-Übung gewünscht. Diese Motivation zeige laut Krinner, dass man im Nachwuchsbereich auf dem richtigen Weg sei.

 

Wachsende Herausforderungen

Der stellv. Kommandant Rupert Weber informierte im Anschluss über die technischen Neuerungen bei der Aiterhofener Wehr. Neben dem vollständigen Abschluss der Ersatzbeschaffung des V-Lkws für das LF8 wurde auch die Umstellung der Alarmierung auf den Digitalfunk weitervorangetrieben.

Die beiden Kommandanten Wörtz und Weber appellierten abschließend an die Einsatzbereitschaft aller Kameraden und zeichneten die Einsatz- und Übungsfleißigsten zum Dank mit kleinen Präsenten aus.

 

Kassier Norbert Gally durfte dank der tatkräftigen Mitwirkung bei Veranstaltungen ein erfreuliches Kassenergebnis präsentieren, welches durch Kassenprüfer Hubert Frischhut bestätigt wurde.

 

Bürgermeister Adalbert Hösl überbrachte den Dank der Gemeinde für den ehrenamtlichen Einsatz im Dienst am Nächsten. Wie aktuelle Schlagzeilen zeigen, werden die Herausforderungen weder weniger noch leichter. Umso mehr Respekt verdiene daher der Beitrag, mit dem die Feuerwehr das gesellschaftliche Leben präge. Hösl nannte zwei Voraussetzungen, damit diese Arbeit gelinge. Zum einen sei dies die finanzielle Unterstützung der Gemeinde, um dem breiten und anspruchsvollen Einsatzspektrum gerecht zu werden. Zudem appellierte Hösl an jeden Einzelnen, denn nur durch ein feuerwehrfreundliches Umfeld könne man den Anforderungen gerecht werden. Umso erleichterter sei er, dass es um dieses in der Region gut bestellt ist. Bestätigt werde die Kameradschaft nicht nur durch die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit, sondern auch durch das rege Interesse im Nachwuchs- und Jugendbereich.

 

Staatliche Anerkennung für Dienst am Nächsten

Den Worten von Hösl schloss sich auch die stellvertretende Landrätin Barbara Unger an. Sie betonte die physischen als auch psychischen Herausforderungen, welche die Kameradinnen und Kameraden in den Einsätzen erwarten. Umso mehr freute sie sich, sechs Kameraden die Ehrungen des Freistaats Bayern für 25 bzw. 40 Jahre aktiven Dienst zu überreichen. Markus Kiesl und Franz Miethaner wurden für 25 Jahre ausgezeichnet. Rupert Weber, Wolfgang Buchner, Alfred Rammel sowie Christian Wagner erhielten das Feuerwehr-Ehrenzeichen für ihre jeweils 40-jährige Tätigkeit.

 

Kreisbrandrat Markus Weber nutzte dies zum Anlass, um den Geehrten seinen tiefsten Dank auszusprechen. Er hielt dazu an, sich zu verinnerlichen, wie die das Ehrenamt jeden persönlich geprägt hat.

 

Vorstand Miethaner beendete die Jahreshauptversammlung mit einem Ausblick auf das anstehende Vereinsjahr. Besonders freue er sich auf den Faschingsball am 17.01.2026 im Gasthaus Karpfinger, zu dem er alle Anwesenden herzlich einlud.

 

Die geehrten Kameraden der Feuerwehr Aiterhofen mit Ehrengästen

hintere Reihe v. links: KBI Markus Huber, Franz Miethaner, Wolfang Buchner, Rupert Weber, Bernhard Wörzt

vordere Reihe v. links: Bürgermeister Adalbert Hösl, stellv. Landrätin Barbara Unger, Sebastian Krinner, Markus Kiesl, Christian Wagner, Alfred Rammel, KBR Markus Weber