Gemeinsam 210 Jahre Aktiver Dienst am Nächsten
Sechs Kameraden mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen gewürdigt
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung 2026 erhielten sechs Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Aiterhofen die staatliche Ehrung für 25 bzw. 40 Jahre aktiven Dienst. Weitere Mitglieder wurden für
zehn, 15 und 20 Jahre ausgezeichnet.
Barbara Unger, stellvertretende Landrätin, würdigte in ihrem Grußwort die Feuerwehr für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement. Ohne diese Freiwilligkeit würde das Feuerwehrwesen in
Bayern nicht funktionieren. Es sei keineswegs selbstverständlich, sich in seiner Freizeit zu jeder Tages- und Nachtzeit den unterschiedlichen Herausforderungen der Einsätze zu stellen. Oftmals
müssen stattdessen Familie oder Freunde hintenanstehen. Neben den körperlichen Anforderungen an die Einsatzkräfte, könne besonders die Ungewissheit, was die Kameraden im nächsten Einsatz
erwartet, eine psychische Belastung darstellen. Gerade durch die technischen Entwicklungen und neuen Bedrohungsszenarien wird die Fülle an Aufgaben immer größer. Unger zollte allen Anwesenden
ihren höchsten Respekt, denn „ihr jammert nicht, sondern packts einfach an“.
Gemeinsam mit Kreisbrandrat Markus Weber und Kreisbrandinspektor Markus Huber zeichnete sie anschließend Markus Kiesl und Franz Miethaner für 25 Jahre aktiven Dienst aus. Rupert Weber, Wolfgang Buchner, Alfred Rammel und Christian Wagner erhielten das Feuerwehr-Ehrenzeichen des Freistaats Bayern für 40 Jahre aktiven Dienst.
Markus Kiesl, seit dem Jahr 2001 im aktiven Dienst bei der Feuerwehr Aiterhofen, wirkt seit vielen Jahren im Vorstand des Vereins sowie im Festausschuss für das Gründungsfest 2019 mit. Als
Maschinist und Gerätewart bildete er sich auf mehreren Lehrgängen fort und nahm an verschiedenen Leistungsabzeichen teil.
Auch Franz Miethaner, ebenfalls 2001 in die Feuerwehr eingetreten, ist langjähriges Mitglied sowohl in der Vorstandschaft als auch im Festausschuss. Er war zunächst 16 Jahre als Kassier tätig, bevor er 2022 zum Vorstand gewählt wurde. Als Gruppenführer und ehemaliger Jugendwart prägte er über mehrere Jahre die Nachwuchsarbeit bei der Feuerwehr Aiterhofen.
Bereits seit 1986 befindet sich Rupert Weber im aktiven Dienst. Zu Beginn kümmerte er sich als Atemschutzbeauftragter um die Einsatzbereitschaft der Kameraden in diesem herausfordernden Bereich.
Von 1997-2009 unterstützte er die Feuerwehr Aiterhofen als stellvertretender Kommandant, bevor er ab 2015 sieben Jahre lang die Führung der aktiven Mannschaft als Kommandant übernahm. Seit dem
Jahr 2022 steht er der Wehr erneut als 2. Kommandant zur Seite. Auch zum Vereinsleben leistet Weber einen bemerkenswerten Beitrag. So war er als Festleiter für die Gründungsfeste 1996 und 2019
verantwortlich. Besonders würdige Unger Webers Beitrag zur Pflege der Freundschaft mit der Patenfeuerwehr Iselsberg-Stronach in Osttirol.
Wolfgang Buchner engagiert sich seit 1985 bei der Feuerwehr. Über viele Jahre stand er nicht nur als Maschinist zur Seite, sondern unterstützte auch die Vorstandschaft. Als Mitglied des
Festausschusses 1996 sowie 2019 durfte er zweimal die Aufgabe des Zugführers.
Christian Wagner sowie Alfred Rammel traten bei 1986 der Feuerwehr Aiterhofen bei. Wagner wurde besonders für seine absolvierte Ausbildung zum Ölwehrtechniker gewürdigt.
Rammel dankte die stellv. Landrätin für sein aktives Engagement an Übungen sowie Leistungsabzeichen. Auch bei verschiedensten kirchlichen und gemeindlichen Veranstaltungen beweist er sich als zuverlässiges Vereinsmitglied.
Als Dank für ihren ehrenamtlichen Einsatz für das Gemeinwohl erhielten die Kameraden vom Freistaat das goldene Ehrenzeichen. Für den 40-jährigen aktiven Dienst gibt es zudem einen einwöchigen
Aufenthalt im Erholungszentrum St. Florian in Bayerisch Gmain.
Neben den staatlichen Ehrungen zeichneten die Kommandanten Bernhard Wörtz und Rupert Weber im Namen der Feuerwehr Aiterhofen fünf weitere Kameradinnen und Kameraden für ihre Einsatzbereitschaft
aus. Sebastian Krinner und Katharina Weber wurden für zehn Jahre, Johannes Paukner für 15 Jahre und Andrea Griesbauer-Höll sowie Christina Rübsamen für 20 Jahre aktiven Dienst geehrt.